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Kubie kritisiert in sehr klarer und befriedigender Weise den Begriff eines „Wiederholungszwanges“. Dieser Begriff wurde oft in einer mehr oder weniger „mystischen“ Weise missbraucht. Die Klarheit der Gedankengänge Kubies sticht erfreulich von solcher Weise ab. — Die Wiederholungserscheinungen reduzieren sich nach Kubie auf folgende drei Möglichkeiten:
Eine Wiederholung entspricht der Periodizität der Triebe.
Eine (neurotische) Wiederholung entspricht dem Umstände, dass abgewehrte Triebe unbefriedigt blieben und deshalb immer wieder nach Befriedigung streben; deshalb müssen auch die Einwände des Ichs, bezw. Über-Ichs gegen diese Triebversuchungen immer wieder wiederholt werden.
Eine Wiederholung ist ein Versuch, traumatische Erlebnisse nachträglich zu bewältigen; ein solches Streben nach nachträglicher Erledigung aufgestauter Erregungsmassen ist nicht „jenseits des Lustprinzips“, weil ihr Ziel darin besteht, eine unlustvolle Spannung herabzusetzen. — Eine einleitende Übersicht über die das Thema behandelnde Literatur vernächlässigt leider eine Anzahl kritischer Artikel, die einen ähnlichen Standpunkt aufzeigen wie ihn nunmehr Kubie vertritt.
O. Fenichel (Los Angeles)