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„Hörigkeit“ (wofür es keinen entsprechenden englischen Ausdruck gibt, Annie Reich sagt „extreme submissiveness“) ist immer mit der Phantasie verbunden, erst mit dem Objekt zusammen eine Einheit, eine „unio mystica“, zu bilden. Diese Phantasie wurzelt in oraler Zeit, und die „Unio“ wird durch „Kommunion“ hergestellt. Alle späteren psychischen Konflikte, vor allem die um den Penisneid, erhalten ihre Form von dieser früheren Fixierung her. Solche Patientinnen fühlen sich, wenn ihnen die reale oder phantasierte Vereinigung mit dem Objekt unmöglich gemacht wird, lebensunfähig. Sie sind bereit, alles zu tun, um sich die lebenswichtige Vereinigung wieder zu verschaffen. Oder richtiger: nicht alles: In der oralen Phase fixiert, entwickeln sie, wenn unbefriedigt, extrem sadistische Tendenzen, etwa Impulse, den Penis zu rauben; diese sadistischen Tendenzen aber werden verdrängt, weil die Patienten fürchten, andernfalls jede Hoffnung auf die ihnen lebenswichtigen Zufuhren zu verlieren. Daher kommt es, dass unbewusste Konflikte um den Sadismus und ein bewusster Masochismus oft im Vordergrund des Bildes stehen. Dieser Masochismus wieder hat ein besonderes Gepräge: man will verletzt oder erniedrigt werden, um durch die dann endlich doch