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Stengel diskutiert verschiedene interessante Erfahrungen in bezug auf das Erlernen einer neuen Sprache durch Erwachsene. Er betritt mit diesen Untersuchungen analytisches Neuland, das für die Analyse des Ichs von besonderer Bedeutung zu sein scheint. Dies macht seine Beobachtungen besonders interessant, und es ist zu hoffen, dass sie in systematischerer Weise fortgesetzt werden können.
Im folgenden seien einige seiner interessantesten Beobachtungen zusammengefasst:
Beim Erlernen einer neuen Sprache durch Erwachsene fehlt die Phase der Echolalie, die so charakteristisch beim Erlernen der Muttersprache durch kleine Kinder ist. —Erwachsenen „fehlt der primitive Mechanismus der Identifizierung“.
Beim Erwachsenen arbeitet eine eigene Über-Ich-Funktion, die darauf achtet, dass Worte und Objekte einander entsprechen. Das ist der Grund, warum Erwachsene nicht imstande sind, einfach darauf loszureden, wie die Kinder es tun. Das Zögern in dieser Beziehung ist umsomehr ausgesprochen, je zwanghafter die Abwehrmethoden der betreffenden Personen arbeiten: „Der Zwangscharakter verlangsamt deshalb das Erlernen einer neuen Sprache, obwohl bei ihm der Enderfolg um so mehr sichergestellt ist.“ Aber auch das normale Über-Ich des Erwachsenen übt eine verzögernde Wirkung auf die Entwicklung einer neuen Sprache aus.
Die individuellen Vorstellungen, die gewöhnlich die Wörter begleiten, ändern sich beim Erlernen einer neuen Sprache; sie werden wieder primitiver und konkreter. „Die Wörter der Muttersprache rufen Vorstellungen einer einfachen leblosen Art hervor, während die entsprechenden Wörter der Fremdsprache die Vorstellung lebendiger Handlungen hervorrufen.“
Erwachsene entwickeln Widerstände gegen neue Wörter und gegen neue Namen, weil diese die Arbeit einer Neuverteilung der Libido notwendig machen.
Manche Personen lernen sehr gut bis zu einem gewissen Punkt — „dann machen ihre Fortschritte halt und scheinen nicht mehr weiter zu wollen“. Die neue Sprache, wie sie sie sprechen, scheint das Re