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Mit dem Hinscheiden von Vilma Kovács hat die Ungarische Psychoanalytische Vereinigung einen besonders schweren Verlust erlitten. Die begabte und verdienstvolle Mitarbeiterin, die so viel zur Entwicklung der Psychoanalyse in Ungarn beizutragen hatte, ist ihrer Tochter Alice Bálint nur allzu rasch in den Tod gefolgt.
Vilma Kovács gehörte unserer Vereinigung seit 1924 an. Ferenczi hatte ihr psychologisches und therapeutisches Talent entdeckt und sie mit der psychoanalytischen Methode vertraut gemacht. In erstaunlich kurzer Zeit, in ernster und harter Arbeit erwarb sich Vilma Kovács die nötigen Kenntnisse in der psychoanalytischen Theorie und ein reiches Wissen in den naturwissenschaftlichen Voraussetzungen der Psychoanalyse. Von Anfang an schien sie dazu berufen, eine Lehrerin der Psychoanalyse am Budapester Institut zu werden. Sie hatte an der Entwicklung der Psychoanalyse, deren Hilfe sie einst an sich selbst erfahren hatte, immer vorbildlich und aktiv teilgenommen. Es gibt nur wenige, die wie sie ihre Dankbarkeit durch grösste Hingabe an die Sache bewiesen hatten. Ihr Talent zu lehren setzte sich mit solcher Überzeugungskraft durch, dass eine beträchtliche Zahl von Ausbildungskandidaten bei ihr Ausbildung in der praktischen Analyse suchten. Aber auch sonst nahm sie an allen Arbeiten, insbesondere an der Ausgestaltung des Budapester Instituts und Ambulatoriums hingebungsvoll Anteil, in der Öffentlichkeit sowohl wie in stiller Arbeit. Sie konnte, wenn es darauf ankam, ihre Überzeugung mit Energie vertreten, immer taktvoll, bedacht und der Realität zugewendet. Als Lehrerin der Psychoanalyse wurde sie niemats dogmatisch, auch dann nicht, wenn sie die Ideen und Methoden ihrers Lehrers Ferenczi, die sie dankbar wahrte, übermittelte. Sie verfügte in einem hohen Grad über jene Eigenschaft, die Ferenczi „weiblichen Realitätssinn“ genannt hatte.
Vilma Kovács übersetzte Freuds „Jenseits des Lustprinzips“ ins Ungarische und wirkte an der Übersetzung der „Geschichte der Psychoanal