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Ich habe Überlegungen zur Technik als Thema meines Vortrages gewählt, weil ich meine, daß die Probleme der Technik in unserer heutigen Literatur relativ zu ihrer Bedeutung immer noch vernachlässigt werden. Von der Technik wäre sehr viel zu sagen; ich habe mich auf Bemerkungen beschränkt, die helfen wollen, daß unsere Arbeit echt und lebenswirklich wird, und daß sie sich nicht verläuft in intellektueller Erklärung und nur intellektuellem Verstehen. Wir wissen alle aus eigener Erfahrung, wie sehr diese Gefahr besteht. Ich meine, daß diese Gefahr nicht nur in jeder konkreten analytischen Behandlung, die wir vornehmen, gegeben ist, sondern überhaupt bei jedem theoretischen Interesse in der Psychoanalyse. In der Literatur treffen wir viele Theorien an, die keine Beziehung zu unserer praktischen Arbeit mehr haben; das macht einen doch nachdenklich. Meiner Meinung nach ist mit Recht die Rede von einer Hypertrophie der Theorie.
Daß wir bestrebt sein müssen, unsere praktische Arbeit lebensnah zu machen, hängt aufs engste zusammen mit der Eigenart der neurotischen Störungen. Man kann die Neurose in sehr unterschiedlicher Weise definieren oder beschreiben; am meisten fühle ich mich aber zu Hause bei der Beschreibung der Neurose als Folge der Abwehr von Affekten und Antrieben. Wir nehmen an, daß diese Abwehr bereits früh in der kindlichen Entwicklung anfangen kann, und ich bin der Meinung, daß infolge dieser Abwehr die Affekte und Antriebe «nicht mehr da sind». Das mag vielen unter Ihnen etwas fremd in den Ohren klingen, da viele Psychoanalytiker meinen, daß die abgewehrten Affekte wohl weiterbestehen, daß sie nur eine besondere Art von Existenz führen, zwar verborgen, aber trotzdem ganz reell in einem geschlossenen Raum, auf dem der Name «Ubw» oder «Es» geschrieben steht. Ich möchte dennochbehaupten, daß es besser ist, zu sagen, daß sie nicht bestehen, daß sie - weil und solange wir lebendige Wesen sind - wohl entstehen möchten, daß