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Die lange Dauer einer psychoanalytischen Behandlung stellt ein Hauptproblem in der Diskussion um die praktische Anwendung dieser Methode dar; kein Wunder, daß auch im Einzelfall sich immer wieder die Frage stellt, ob eine Psychoanalyse gerechtfertigt und sinnvoll ist. In der eigenen Arbeit, aber auch bei der Kontrolle der Arbeit, üngerer Kollegen sehen wir immer wieder, daß der Therapeut ungeduldig wird und einen rascheren Fortgang der Analyse wünschen möchte. Daraus ergeben sich technische Fragen, die wir erörtern möchten.
Die Situation in der Analyse ist ja eigenartig und oft recht verschieden von anderen ärztlichen Tätigkeiten: am Anfang drängt meist der Patient auf schnelle Hilfe, weil er aus einer unerträglich gewordenen Situation heraus möchte; der Analytiker muß dann zur Geduld mahnen, muß (etwa durch den Vergleich mit orthopädischen Behandlungen) dem Patienten klarmachen, daß eine rasche Hilfe unmöglich ist. Später - nach Monaten oder auch nach Jahren - kann sich die Situation gewandelt haben; der Patient ist ruhig und zufrieden mit der Therapie, geduldig, der Analytiker aber ungeduldig, weil er keinen Fortschritt sieht; wenn der Analytiker auch geduldig und zufrieden «in freischwebender Aufmerksamkeit» zuhört, kann es vorkommen, daß sich die Therapie in Richtung auf eine endlose Analyse hin entwickelt.
Sprechen wir zunächst kurz von der Ungeduld des Patienten. Ich denke, daß sie am Anfang durchaus berechtigt ist, denn schließlich wird ja der Entschluß, zum Analytiker zu gehen, meist erst gefaßt, wenn es wirklich nicht mehr anders geht, und die unbestimmten Antworten auf die Frage nach der Dauer der Therapie sind nicht geeignet, dem Patienten Ruhe zu geben. Viele Patienten versuchen deshalb mit allen Mitteln, aus dem Analytiker die Angabe eines Termines der Heilung herauszupressen, manchmal leider auch mit