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Wir stimmen zweifellos alle darin überein, daß ein Gedankenaustausch über die Auswahlkriterien für die Ausbildung zum Psychoanalytiker eine Reihe von komplizierten, sehr schwierigen und zurzeit oft noch unlösbaren Problemen aufwerfen wird, die den verschiedenen Aspekten unseres Berufes, den wissenschaftlichen und praktischen, entsprechen.
Ein Austausch der Gedanken ist notwendig, um größere Klarheit in das zu bringen, was wir mit unserer Ausbildung erreichen wollen, welches Ziel wir vor Augen haben, und um Einsicht in die unbewußten Motive zu gewinnen, die unser Handeln bestimmen.
Eine empirische Nachprüfung, nach welchen Kriterien und in welcher Art und Weise wir unsere Auswahl praktisch treffen, existiert zumindest nicht für Europa. Wir sollten sehr vorsichtig sein, wenn wir unsere gruppeneigenen Probleme der Auswahl verallgemeinern, weil kulturelle und soziologische Einflüsse sehr wichtig sind und noch nicht im Detail untersucht worden sind.
So gesehen ruht unser Beitrag auf einem mehr oder weniger «impressionistischen» Fundament. In dem vorliegenden Aufsatz habe ich einerseits versucht, die Gesichtspunkte und Erfahrungen herauszuarbeiten, die auf der Konferenz der Mitglieder des europäischen Ausbildungskomitees in Amsterdam Pfingsten 1960 als von allgemeinem Interesse betrachtet wurden. Anderseits habe ich für mich selbst die Gelegenheit genützt, einige persönliche Gesichtspunkte vorzutragen mit der Bitte, sie mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen und daran zu prüfen.
Mit Dank habe ich von F.D. Wrides Vortrag: «Einführende Bemerkungen über die Erfahrungen mit Interviews und Auswahl von Kandidaten», gehalten auf der obengenannten Konferenz, Gebrauch gemacht. Dank der Mitarbeit meiner europäischen Kollegen war es