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1910
Fast gleichzeitig mit der Konstituierung der «Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung» und der örtlichen psychoanalytischen Vereinigungen in Wien und Zürich wird in Berlin unter Karl Abraham die «Berliner Psychoanalytische Vereinigung» gegründet.
1920
gründen die «Berliner Psychoanalytische Vereinigung» und Max Eitingon das «Berliner Psychoanalytische Institut (Poliklinik und Lehranstalt)» als erstes deutsches psychoanalytisches Ausbildungsinstitut und erste psychoanalytische Poliklinik der Welt.
1926
Mit der wachsenden Verbreitung der Psychoanalyse in Deutschland wird am 24.April 1926 die «Berliner Psychoanalytische Vereinigung» in «Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft» umbenannt.
1930
Zehnjahresfeier des Institutes; im Tätigkeitsbericht (Intern. Psychoanalytischer Verlag Wien, 1930) werden folgende Dozenten des «Berliner Psychoanalytischen Institutes», das sich zu einem international angesehenen Mittelpunkt der psychoanalytischen Forschung und Ausbildung entwickelt hat, genannt: Karl Abraham, Max Eitingon, Karen Horney, Hans Liebermann, Hanns Sachs, Ernst Simmel, Carl MüLLER-Braunschweig, Sandor Rado, Felix Boehm, Franz Alexander, Siegfried Bernfeld, JenÖ Harnik, Otto Fenichel, Harald Schultz-Hencke, Theodor Reik, Hugo Staub; als Gastdozenten unter anderen Geza Roheim (Budapest), Helene Deutsch (Wien), Anna Freud (Wien). (Aufzählung in der Reihenfolge des Beginns der Lehrtätigkeit am Institut.)
1933
trafen die Maßnahmen der ideologischen und beginnenden rassischen Verfolgung durch die Machthaber des Dritten Reiches die Gesellschaft und das Institut besonders hart; ein wesentlicher Teil der die wissenschaftliche und lehrende Arbeit tragenden Mitglieder mußte aus politischen und rassischen Gründen emigrieren.