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Die folgende Arbeit wird an drei Patientinnen die Frage der Störung der genitalen Identität untersuchen.
Es sollen die Gesichtspunkte der Ökonomie, Dynamik und schließlich der mutmaßlichen Genese berücksichtigt werden. Dabei werden die Probleme des Aggressionshaushaltes und des Penisneides, bzw. der Penisprothetik, besonders hervortreten. Mit Penisprothetik meine ich die Imaginationen von Penisbesitz sowohl wie auch die effektiven, mehr oder weniger sublimierten Ichleistungen, die analytisch Penisbedeutung haben.
Die triebpsychologische Problematik wird im wesentlichen dem Aspekt der Ich-Psychologie unterstellt. Der Autor ist der Ansicht, daß die Neurose keine Triebkrankheit sei, sondern eine Ich-Krankheit, ja daß ein Trieb selbst in der Verdrängung sein ursprüngliches Ziel und seine Intensität behalte. Wenn diese Kräfte unverwendet und «ungeschickt» blieben, so sei dies eine Folge von Fixierung ängstlicheinseitiger Ich-Politik, entstanden aus Anpassung an ein ungünstiges Milieu bei der Ichbildung.
Das Gemeinsame an diesen drei sonst so verschiedenen Fällen ist der schwer erreichbare Vater, mit dem keinerlei ödipales Flirten möglich war. Damit meine ich jene Elemente der ödipalen Beziehung (zirka zwischen 2 und 5 Jahren), womit die Tochter ihre weiblichen Werbe- und Wirkmodi am väterlichen (oder männlich-exogamen) Liebesobjekt ausprobiert, zum Unterschied der überlappenden, kraß hybrischen Phase der psychophysischen Alleinbesitzwünsche, die dann zum unlösbaren Konflikt führen. - Den Fällen gemeinsam sind ferner der Penisneid und die Penisprothetik und schließlich der aggressive machtsadistische Unterton in den Liebesbeziehungen.