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Wenn wir über Technik sprechen, so gibt es eine Reihe von Regeln, über die Übereinkunft unter uns besteht. Über andere technische Fragen gehen die Meinungen weit auseinander. Diese Tatsache hat Glover mit seiner Umfrage unter den Analytikern der britischen Gesellschaft für Psychoanalyse aus dem Jahre 1938 überzeugend dokumentiert (37). Manche Analytiker z.B. plädieren für die Anwendung der Grundregel - andere lassen sie weg; manche legen Wert auf die Bearbeitung der Träume, andere weniger oder gar nicht. Eine andere Frage ist, wie man mit dem, was man vom Patienten wahrnimmt, umgehen soll. Soll man vornehmlich den Inhalt der Mitteilungen oder mehr ihre Form bearbeiten? Ein weiterer großer Fragenkomplex ist der nach den Kriterien, mit denen wir bestimmen, was und wann wir etwas aufgreifen.
Besonders schwierig ist der Umgang mit dem schweigenden Patienten. An Wortmaterial gewöhnt, verschließt sich uns plötzlich die wichtigste Informationsquelle. Wir fragen uns, was im Patienten vorgeht, was wir jetzt tun sollen. Dauert das Schweigen an, ja währt es gar über Stunden, so werden wir unruhig und ratlos. Nun kommen bestimmte Gegenübertragungsgefühle in uns auf: Der eine wird unsicher und fragt, ob er etwas falsch gemacht hat, der andere fühlt sich zu Aktivitäten gedrängt, ein anderer wird ärgerlich, und einer beginnt zu werben und bietet Verständigungsbrücken an.
Einer der Gründe für die Unsicherheit im Umgang mit dem schweigenden Patienten liegt darin, daß der Sprech- und sprachpsychologische Aspekt der Psychoanalyse aus historischen wie aus methodologischen Gründen stark im Vordergrund unserer Ausbildung steht. Daß die Psychologie des Schweigens keinen Pla