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Henri Matisse once confined to Guillaume Apollinaire: “As far as I am concerned, I have never denied the influence ofothers, I should have regarded that as cowardice, and a lack of sincerity toward myself.”
(Jan Cassou, Picasso. Oldbourne Press, London, 1960.)
Dieser erste Teil meiner Ausführungen soll dem zweiten Teil als Auftakt dienen. Den Betrachtungen liegt keine Lektüre, sondern ein Vortrag zugrunde, während welchem eine “aphoristisch” gehaltene Schrift vorgelesen wurde, nämlich GOETHEs Aufsatz “Die Natur” (17). FREUD war 17 Jahre alt, als er dem Vortrag beiwohnte; er sagt darüber: “… und ich weiss, dass der Vortrag von GOETHEs schönem Aufsatz ‘Die Natur’ in einer populären Vorlesung kurz vor der Reifeprüfung die Entscheidung gab, dass ich in Medizin inskribierte” (6). Von JONES hören wir, dass es ein Vortrag von Professor CARL BRÜHL war, der von vergleichender Anatomie handelte; FREUD soll auch eine Rezension des Vortrages für eine Zeitung geschrieben haben, die jedoch nicht erschien (23, 1). So raten wir nicht ganz falsch, wenn wir annehmen, FREUD habe auch im gedruckten GOETHEschen Aufsatz nachgelesen. JONES bemerkt ausserdem, der Vortrag sein nicht vor, sondern erst nach Beendigung des Gymnasiums gehalten worden, als FREUD in seiner Berufswahl noch unsicher war. Weiter ist bei JONES zu lesen, dass FREUD vor seiner streng physikalisch orientierten Weltauffassung, von GOETHE inspiriert, eine kurze Periode der pantheistischen Naturphilosophie durchlaufen habe (23, 1). Man könnte auch diejenigen Stellen aus JONES' Biographie zitieren, in welchen davon die Rede ist, dass FERENCZI und WITTELS meinten, FREUD und GOETHE seien einander ähnliche Persönlichkeiten gewesen, FREUD selbst äusserte jedoch: “I do not know of any resemblance between myself and the great gentleman you cite” (23, 11).
Worum handelt es sich also in der GOETHEschen Abhandlung, geschrieben um das Jahr 1780? Es sollen die allgemeinen Eindrücke erfasst werden, die