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In einem Brief an den Redakteur des International Journal of Psychoanalysis legt MICHAEL BALINT (2) mit folgenden Worten seine Einwände gegen die Diagnose dar, welche JONES im dritten Band seiner FREUD-Biographie (5) über FERENCZI niedergelegt hat: “Dr. JONES äussert eine ziemlich scharfe Anschauung über FERENCZIs Geisteszustand, insbesondere in seinen letzten Lebensjahren, indem er die Diagnose aufstellt, FERENCZI habe an einer sich langsam entwickelnden Paranoia, mit Sinnestäuschungen und mörderischen Impulsen in ihrer Endphase gelitten” (1). BALINT meint, in JONES' Diagnose muss irgendwie ein subjektiver Faktor mitbeteiligt sein.
In seiner Antwort erwidert JONES: “What I wrote about FERENCZIs last days was based on the truthworthy evidence of an eye-witness” (2). Es kann sogleich auffallen, dass hier über die letzten Tage, dort über die letzten Jahre diagnostiziert wird. Anscheinend stimmt etwas nicht!
Der Gedankenaustausch über JONES' Diagnose, FERENCZI betreffend, findet in diesem Briefwechsel keinen Abschluss. FROMM überlegt das Für und Wider dieser Diagnose, denn er möchte das Andenken eines so begabten Mannes, der sich nicht selbst verteidigen kann, beschützen, daneben soll auch der parteiische Geist gezeigt werden, der in gewissen Lagern der psychoanalytischen Bewegung herrsche (3). J. A. ARLOW (1) beantwortet hinwieder FROMMs Artikel: “The Statements (of Dr. JONES) are weighty ones and, if proven unjustified, would constitute grievous errors against the memory of two men” (nämlich RANK und FERENCZI). Beide waren doch, lesen wir weiter, unzweifelhaft hervorragende Männer, denen hochwichtige Beiträge zur Psychoanalyse zu verdanken sind. Alle gutgesinnten Leute sowie die Forscher der Geschichte der Psychoanalyse wünschen, so meint ARLOW, weitere Klärungen des Sachverhaltes, wie auch FROMMs Beitrag (3) in diesem Sinne aufzufassen sei. Im Sammelband Psychoanalytic Pioneers weist SANDOR LORAND JONES' Diagnose über FERENCZIs Geisteszustand in den letzten Jahren zur