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Als Zweig 1908 Freud sein Trauerspiel «Thersites» schickte, war er ihm bereits kein Unbekannter mehr. «Ich weiß aus der Lektüre der «Frühen Kränze» [1906], daß Sie ein Dichter sind, und die schönen, mächtig fließenden Verse, die mir entgegenströmen, wenn ich das Buch [Thersites]1 aufschlage, versprechen mir eine Stunde hohen Genusses», antwortet er ihm auf die Zusendung des Stückes am 3. 5. 1908 (S. Freud, 1960, S. 273)2. Von nun an verband sie eine Korrespondenz, von der Jones sagt, daß sie neben der mit Arnold Zweig (1968), Franz Alexander (unveröffentl.), Marie Bonaparte (unveröffentl.), Lou Andreas-Salome und Eduardo Weiss zu der umfangreichsten zählt, die Freud geführt hat (E. Jones, , III, S. 10). Wahrscheinlich sind große Teile derselben durch das beiden gemeinsame Schicksal der Vertreibung aus der Heimat verlorengegangen. Nur ein kleiner Teil derselben ist bis heute veröffentlicht worden. Die hier erstmalig publizierten 14 von 15 Briefen Zweigs an Freud aus dem Besitz Dr. Friedenthals sind unwesentlich gekürzt, in der Regel nur um die Formeln der Anrede und des Briefschlusses3. (Der 15. Brief wurde, weil für unser Thema unerheblich, weggelassen.)