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A clash of doctrines is not a disaster - it is an opportunity.
Der depressive Affekt, wie die Angst, ist eine fundamentale menschliche Reaktion. Das depressive Gefühl ist eine subjektive Erfahrung, die zur menschlichen Entwicklung gehört: es begleitet die Versuche, welche Konflikte, Frustration, Enttäuschung und Verlust bewältigen.
Karl Abraham (1912) schreibt: “… und doch ist der depressive Affekt über alle Formen der Neurosen und Psychosen ebenso verbreitet wie der Angstaffekt … Zwischen Angst und Depression besteht ein analoges Verhältnis wie zwischen Furcht und Trauer. Wir fürchten ein kommendes Unheil; wir trauern über ein eingetretenes. “2
Bibring (1953) meint, vom Standpunkt der “Ich-Psychologie” aus: “Die Angst und die Depression sind beide Antworten des Ichs, die im Grunde völlig entgegengesetzt verlaufen: die Angst, als Reaktion auf die Gefahr, zeigt den Wunsch des Ichs zum Überleben; das Ich, durch die Gefahr herausgefordert, mobilisiert das Angstsignal und bereitet sich zur Flucht oder zum Kampf vor. In der Depression geschieht das Gegenteil: das Ich ist gelähmt, da es sich selbst unfähig fühlt, der Gefahr die Stirn zu bieten.”
Der depressive Affekt kommt uns in den Analysen auf Schritt und Tritt entgegen; in Form von Dysphorie oder auch als Apathie oder Langeweile getarnt.
Das Bemühen um ein analytisches Verständnis dieses Gefühls geht auf Freud zurück: der Brief vom 3. Oktober an Fliess (1897), “Trauer und Melancholie” (1917) zeichnen den Beginn einer langen Reihe von Versuchen, das Problem besser in Griff zu bekommen. Die historischen Verdienste Abrahams sind ebenfalls allzu gut bekannt, um in Einzelheiten auf sie einzugehen. Nach seinen Annahmen - die dann später von