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Das Problem der Auswahl der Bewerber zur analytischen Weiterbildung stellt sich mit jeder neuen Generation von Bewerbern erneut zur Betrachtung. Das gilt gleichwohl für die jüngeren Lehranalytiker wie ihre alterfahrenen Kollegen; denn die nachwachsenden Generationen kommen nicht nur mit anderen Kleidern, auch ihre Meinungen, ihre Bildungswege, ihre Erwartungen, die sich mit der Psychoanalyse verknüpfen, sind anders und neuartig gegenüber dem bisher Vertrauten. Eine umfassende Übersicht der Geschichte mit dem Thema “Was macht einen guten Analytiker aus?” veröffentlichte M. Mitscherlich-Nielsen 1970.2
Das gleiche Thema im Rahmen der psychoanalytischen Ausbildung lässt sich auch so formulieren: Die Schwierigkeiten auf der Suche nach dem geeigneten Ausbildungskandidaten. Die verschiedensten Listen positiver Eignungskriterien von Ph. Greenacre, P. Heimann, P. J. van der Leeuw, A. Eisendorfer werden in der genannten Arbeit referiert. Überraschenderweise verhält es sich bei diesen Listen so, dass nie der eine Eignungskatalog positiver Kriterien ganz durch einen anderen zu ersetzen oder zu ergänzen wäre. Am Ende ihres Aufsatzes wendet sich M. Mitscherlich-Nielsen dem fertigen Analytiker bzw. den Gefahren zu, denen er ausgesetzt ist. Sie weist daraufhin, dass, wie es M. Gitelson 1964 für die amerikanischen Analytiker beschrieb, auch in der BRD bereits “die erst kürzlich so mühsam aufs neue errungene Identität des deutschen Psychoanalytikers heute schon ähnliche Krisen zu zeigen beginnt.” Im Grunde äussert sich in dieser Besorgnis indirekt das eigentliche Ziel des analytischen Ausbildungsprozesses, das der analytischen Identität. Diese analytische Identität sollte stabil genug sein, den später mit aller Sicherheit kommenden Anfechtungen zu widerstehen. Die Gefahren für die Identität des Analytikers bezieht M. Mitscherlich-Nielsen aktuell auf die Versuchung zu glauben, dass sich Psychoanalyse in anderen erweiterten bzw