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Ich werde das Thema in drei Teilen abhandeln, und zwar wie folgt:
Prinzipielle Fragen, Probleme der Definition und Abgrenzung, Grundsätze der Methodik;
2Indikationsprobleme
Interventionstechnik
Was bedeutet eigentlich psychoanalytische Kurztherapie? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir jeden Teil dieser Bezeichnung eines psychotherapeutischen Verfahrens einzeln untersuchen. D.h., wir müssen die einzelnen Bestandteile der Bezeichnung im Sinne der Semantik auf ihre Bedeutung hinterfragen. Beginnen wir mit dem Einfachsten: Was Therapie ist, bedarf keiner weiteren Erörterung. Was aber meinen wir mit «kurz» und was mit «psychoanalytisch»?
1.1 Was bedeutet «kurz» in der Bezeichnung Kurztherapie? Definieren wir Kurztherapie von der sprachlichen Bedeutung her, dann heißt dies nicht mehr und nicht weniger, als daß die Therapie «kurz» sein soll. Dies bedeutet negativ definiert:
nicht langfristig, d.h. etwa 4-6 Jahre bzw. 400-600 Stunden bei einer Frequenz von 4-6 Sitzungen pro Woche im Sinne der klassischen Psychoanalyse oder des Standard Verfahrens, wie es etwa in der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung vermittelt wird. Kurztherapie heißt aber auch:
nicht mittelfristig im Sinne einer 2-3 Jahre bzw. 200-300 Stunden umfassenden «analytischen Psychotherapie» bzw. einer «dynamischen Psychotherapie», wie sie von den Instituten der Deutschen Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie gelehrt wird.
Von diesen längerfristigen Verfahren müssen wir die «Kurz»-Therapie also abgrenzen.