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„Was in des Busens stillem Reich geschehn und Gott nicht straft, das braucht kein Mensch zu wissen; den nenn ich grausam, der mich darum fragt“
(Heinrich VON KLEIST, Käthchen von Heilbronn)
Die Anregung, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, stammt aus zwei Quellen, deren eine folgende Materialsequenz ist:
(1) In der 80. Sitzung wird eine „Spezialpatientin“ vorgestellt, die durch ihr Nicht-warten-können schon mehrfach den ganzen Praxisbetrieb durcheinander gebracht und den Arzt verärgert hat. Im Laufe der Diskussion meint der Leiter, nachdem etliche Hypothesen über die Probleme der Frau aufgestellt worden waren
L: „…aber die Frage blieb offen/ warum kann die nicht warten/ und was macht die so zänkisch/ …/ haben Sie ne Idee/ warum die nicht warten kann/ …“1 Darauf etwas später
Dr. A: „ne die Frage kann ich mir klasse vorstellen/ die Sie vorgeschlagen haben/ wenn Sie reinkommt zur Tür/ dann sagen Se/ ‚ich hab mir jetzt schon lange Gedanken gemacht/ warum sind Sie eigentlich so/ daß Sie Gift und Galle speihen‘/ daß sie (die Patienten J. G.) es einem selber saget/ ‚warum müsset Sie des‘/ ich weiß es net/“
Hier greift der Leiter sehr abrupt ein
L: „Sie/ keine Warum-Fragen/ keine Warum-Fragen/ wir kriegen immer nur eine nichtssagende Antwort/“
Dr. B: „ja (?)/“
L: „ja ja/ was soll man darauf antworten/“