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An die
Johann Wolfgang Goethe-Universität,
Fachbereich Psychologie,
Frankfurt am Main.
6. Februar 1982
Hochgeehrter Herr Rektor und Dekan,
in dem Begleitbrief zur Einladung für diese Feierstunde* finde ich die Versicherung, daß alle, die an ihr teilnehmen intensiv an mich denken werden. Ich kann als Antwort bestätigen, daß auch meine Gedanken heute nirgends anders sind als in der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt.
Unweigerlich belebt dabei meine Erinnerung eine frühere Feier, die jetzt schon ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Damals war es eine andere Ehrung, der Goethepreis, und ein anderer Empfänger, mein Vater, für den ich als Stellvertreter die Dankadresse vorzulesen hatte. Die damals im Frankfurter Goethehaus verlebten Stunden sind mir auch durch die Jahre des Nationalsozialismus unvergeßlich geblieben. Und auch heute, wo ich selbst die Empfängerin der Ehrung bin und in eigener Sache zu Ihnen sprechen könnte, fühle ich mich immer noch als Abgesandte und als Vertreterin der Person meines Vaters und seines Lebenswerks.