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Es ist eine uralte allgemeine Erfahrung, daß jedes Lebensalter in körperlicher wie in seelischer Hinsicht eine je spezifische Pathologie und Normalität besitzt. Man weiß auch, daß die besonderen Konflikte und Herausforderungen, die die Lebensalter mit sich bringen, sowohl somatische wie psychisch-soziale und geistige Aufgaben umfassen und daß deren Meisterung gelingen oder mißlingen kann. Voltaire brachte das alles auf die bekannte, bündige Formel: „Qui n'a pas Pesprit de son âge de son âge a tout le malheur“ (Wer nicht den Geist seines Alters hat, hat seines Alters ganzes Ungemach). Gesagt ist damit, in Kindheit, Jugend, Reifezeit, Alter und Greisentum entwickelt der Mensch in Abhängigkeit von den Herausforderungen des Lebens und den ihm zur Verfügung stehenden Resourcen biologischer und psychisch-geistiger Art je spezifische Formen der gelingenden oder mißlingenden Weltbewältigung, die gleichsam auch eine jeweils altersspezifische Wahrheit und Weisheit zum Ausdruck bringen (s. dazu: E. H. Erikson, 1980, S. 221) oder aber sie verfehlen.
In Hinblick auf die Summe der Herausforderungen der verschiedenen Lebensalter ist dabei zu differenzieren zwischen denen, die aus der inneren Welt stammen und denen, mit welchen die äußere Welt uns konfrontiert. Die ersteren beziehen sich nicht nur auf die zentral-nervös verursachten