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Die Zunahme an Wissen über die Mutter-Kind-Interaktionen der präverbalen Zeit, über die Subphasen des Loslösungs- und Individuationsprozesses und die Konstituierung des Selbst durch progressive Strukturierung der Repräsentanzenwelt hat heute in Theorie und Behandlungstechnik ihren Niederschlag gefunden. Nicht in gleichem Maße Schritt hält m. E. in der Literatur der Versuch, diese neuen Erkenntnisse auch für ein besseres Verständnis des Traumes nutzbar zu machen, obwohl wir wissen, daß alle Erfahrungen eines individuellen Lebens ihren Niederschlag im Unbewußten gefunden haben und somit im Traumleben zum Ausdruck kommen müssen, der Traum nach wie vor die via regia zum Unbewußten ist.
Freud schreibt in den Vorlesungen (GW XI, S. 205), daß „das Traumleben den Zugang zu den latenten, infantilen Erlebnissen zu finden weiß“. Bis in seine letzten Formulierungen hinein (GW XV, S. 19) beschränkt er diese infantilen Erlebnisse und Wünsche, um deren Erfüllung es letztlich in jedem Traum ginge, klar und eindeutig immer wieder auf die Erfüllung von Triebwünschen. Er subsummiert unter diese auch alle jene „Strebungen nach Sicherheit und Wohlbefinden“ (Sandler), die wir mit dem heutigen Wissen als eine eigene Kategorie von Wünschen verstehen würden. G. und R. Blanck (1979) präzisieren Freuds Aussagen über die latenten, infantilen Erlebnisse, in dem sie Träume als den königlichen Weg auch