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Beginnen wir mit einem Rätsel, das uns ein Meister im Rätsellösen stellt. Steven Marcus präsentiert es in seiner klaren Einführung zur amerikanischen Taschenbuchausgabe von Freuds Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie folgendermaßen:
Man kann als Krönung der Konfusion den folgenden Sprung ins Dunkel in der zweiten Abhandlung anführen. In seiner Diskussion der polymorph perversen Sexualität des Kindes pausiert Freud für eine Illustration:
‚Das Kind verhält sich hierin nicht anders als etwa das unkultivierte Durchschnittsweib, bei dem die nämlich polymorph perverse Veranlagung erhalten bleibt. Dieses kann unter den gewöhnlichen Bedingungen etwa sexuell normal bleiben, unter der Leitung eines geschickten Verführers wird es an allen Perversionen Geschmack finden und dieselben für seine Sexualbetätigung festhalten. Die nämliche polymorphe, also infantile Anlage beutet dann die Dirne für ihre Berufstätigkeit aus, und bei der riesigen Anzahl der prostituierten Frauen und solcher, denen man die Eignung zur Prostitution zusprechen muß, obwohl sie dem Berufe entgangen sind, wird es endgültig unmöglich, in der gleichmäßigen Anlage zu allen Perversionen nicht das allgemein Menschliche und Ursprüngliche zu erkennen’.
Man weiß nicht so recht, wie man an diese Bemerkung herantreten soll. Es ist sogar schwierig, sie in einen Kontext zu stellen, der ihre Erörterung relevant machen könnte. Möglicherweise müssen wir es dabei belassen, die oft gemachte Beobachtung zu wiederholen, daß die Entscheidung, ob Freud recht oder unrecht hat, äußerst schwierig ist, weil immer beides der Fall ist.1
Das Rätsel von Freuds Illustration mit seiner Analogie der Sexualität des Kindes, polymorpher Perversität und Prostitution zu lösen, setzt voraus, daß wir „den Kontext herstellen,“ innerhalb dessen die Stereotypen