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„Au large de tout Ici, sans ailleurs, toute rencontre est suspendue hors de Soi, au péril de l'Espace, dans l'Ouvert …“
Diese Worte schrieb mir der Philosoph Henri Maldiney an einem Ferientage in den französischen Alpen in unser Gästebuch, nachdem wir dort mit dem Blick auf den „Etendard“ oft und lange über die Dynamik des Raumes und über die gelebte Zeit diskutiert hatten. Es ist schwer, eine adäquate Übersetzung für die Sprache Maldineys zu finden. Ich wärde vorschlagen: „In der Weite des ganz Hier ohne Anderswo, ereignet sich jede Begegnung ausserhalb ihrer selbst, in der Gefahr des Raumes, im Offenen“. Später, im Anschluss an meine Vorlesungen in Lyon, fragte er mich: „Kann der Leib Grenzen haben, ohne dass es Sinn gibt? Oder mit anderen Worten: Kann es eine Einheit des Leibes geben ohne Transzendenz?“
Diese Fragen blieben unbeantwortet. Oft sind die Kristallisierungspunkte unserer Arbeit durch einen Zufall bestimmt. Dabei muss allerdings vorausgesetzt werden, dass der unterschwellige Strom unseres Schaffens wie eine gesättigte Lösung wirkt, die den Augenblick und das Hindernis erwartet, um Form zu gewinnen. So ging es mir. Der Augenblick war die immerdauernde Gegenwart einer Eisenbahnfahrt und der Kristallisationspunkt ein geschenktes Buch. Es öffnete sich auf der Seite, wo Solschenizyn (1970, S. 5-56) von „Matrjonas Hof“ spricht. Ich war über die Symbolik dieser Erzählung erschättert, einer Symbolik, die zum Kern menschlicher Existenz führt, und ich schrieb in mein Notizbuch: „Der auseinandergefaltete Raum, der die Zeit gebiert.“