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„Der Gebrauch der Analyse zur Therapie der Neurosen ist nur eine ihrer Anwendungen; vielleicht wird die Zukunft zeigen, daß sie nicht die wichtigste ist.“ S. Freud, Zur Frage der Laienanalyse
In diesen Ausführungen sollen aufeinander folgende Grundanschauungen bis zu gegenwärtig sich anbahnender Auffassung über die angewandte Psychoanalyse, besonders auf dem Gebiete der Literatur, unter einigen geschichtlichen Gesichtspunkten behandelt werden. Es ist aber keine umfassende Darstellung ihres Weges von den Anfängen im Jahre 1910 zu kontemporären Konzepten beabsichtigt, gleichwohl muß sie die Frage erörtern, wie die grundlegenden Gedanken über die schöpferische Leistung aus der allgemeinen psychoanalytischen Theoriebildung sich entwickelten, und wie die Parallelität der Intentionen zu eben dieser Entwicklung an ihren Berührungspunkten führte. Damit ist das Bedürfnis verbunden, Einsicht nicht nur in die Produkte, die inhaltlichen Erkenntnisse, zu gewinnen, sondern auch in die Technik des jeweils errungenen Produktionsniveaus, also wie die Produktionsmittel technologisch und methodologisch im Verlaufe ihres Fortschreitens eingesetzt werden. Der historische Nachvollzug ist so gesehen für ein Verständnis des Auf und Ab der hier relevanten Anschauungen, die in der Gegenwart