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Eine Betrachtung psychoanalytischen Gedankenguts aus historischer Sicht - sei es im Werke Freuds oder in der Entwicklung der Strömungen und Schulen - wird unweigerlich die ganz besondere Rolle aufzeigen, die in ihm dem Status der Realität zugeteilt wird.
Zu den zahlreichen, von Kehrtwendungen und brüsken Sinnesänderungen durchschüttelten Schicksalen, denen die Realität im Werke Freuds ausgesetzt ist, gesellen sich Theorien und Praktiken als Fundament der unterschiedlichsten psychoanalytischen Bewegungen, bei denen häufig die für die Realität gefundenen Begriffsbestimmungen - und darauf gründen meine nachstehenden Überlegungen - zum Angelpunkt der Gegensätze werden.
Diese Begriffsbildungen lassen sich bei näherer Betrachtung mit den epistemologischen Standpunkten in Verbindung bringen, die den einzelnen Richtungen ihr charakteristisches Gepräge geben, was eine weitere Differenzierung der Erkenntnisweise, die der jeweiligen analytischen Praxis (und Theorie) zugrundeliegt, ermöglicht. Es scheint mir berechtigt, deutschsprachigen Lesern die folgenden Überlegungen zu unterbreiten, weil der hier gewagte Versuch einer vergleichenden Studie über psychoanalytische Strömungen von impliziten Modellen der Ich-Psychologie ausgeht, einer Richtung also, die unseren deutschen Kollegen gut bekannt ist.