You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In diesem Vortrag soll versucht werden, an Hand konkreter Erfahrungen einen Eindruck davon zu geben, in wieweit auf einen Terrorakt strukturiert und konzeptionalisiert reagiert werden kann, wenn man dabei bestimmte Denkmodelle und Vorerfahrungen berücksichtigt. Dies soll dazu führen, durch sofortige psychotherapeutische Hilfe für die Betroffenen die bekannten Spätfolgen bei den Opfern zu verhindern oder zu verringern.
Diese Darstellung bezieht sich auf eine Geiselnahme in Holland, bei der die psychischen Folgen solcher Aktionen von Anfang an berücksichtigt wurden, was sich unter anderem darin zeigte, daß ein Psychiater neben der polizeilichen und verwaltungsmäßigen Führung ein gleichberechtigtes Mitspracherecht bei der Koordinierung der Aktionen hatte.
Bei unserer Planung griffen wir u. a. auf entwicklungspsychologische und soziologische Hypothesen zurück. Außerdem wurden psychologische Erfahrungen, die bei militärischen und polizeilichen Aktionen gewonnen wurden, verwandt, wobei diese entsprechend der jeweiligen Situation improvisierend verändert wurden, d. h. sie dienten sozusagen als Orientierungsraster.
Ich möchte zunächst einen kurzen Überblick über die Hintergründe der Geiselnahmen und Terroraktionen in Holland geben, da diese nicht als bekannt vorausgesetzt werden können. In Holland besteht durch die