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Amerikanische Beiträge zum Begriff der Identifikation erschienen erstmals um 1915 mit Clarence P. Oberndorfs Studie über Klaustrophobie, welche der Veröffentlichung der ersten analytischen Zeitschrift in englischer Sprache vorausging. Die frühen amerikanischen Autoren standen unter dem Einfluß ihrer europäischen Kollegen, die oft auch ihre Analytiker und Lehrmeister waren. Freud selbst war natürlich der dominierende Mentor, aber auch andere führende Analytiker waren dort bekannt. Ebenfalls im Jahre 1915 setzte Freud Identifizierung in Beziehung zu klinischen und metapsychologischen Aspekten von Selbst-Objekt-Beziehungen, wie z. B. wenn „das narzißtische Subjekt durch Identifizierung mit einem anderen fremden Ich (z. B. der Mutter) vertauscht wird“ (G. W. 10, S. 224). Dieser Begriff wurde durch Ferenczis Terminus (1909) der Introjektion als Bezeichnung für ein Einbeziehen aller Lust-Objekte in das Selbst erweitert, im Gegensatz zur Projektion als einer Neigung, Unangenehmes aus dem Selbst auszuschließen (S. 228). So wird ein „purifiziertes Lust-Ich“ geschaffen, und Realitätsprüfung erfolgt auf infantiler Ebene zwischen den Innen- und Außenwelten.
„Einverleibung“ war ein Begriff, den Freud für einen motorischen Zwang gebrauchte (S. 229), das Lust-Objekt zu verschlingen und in das Ich einzuschließen, während „Ausstoßung“ einer der vielen Begriffe war, die gegenteilige (häufig anale) Tendenz zu bezeichnen. Diese grundlegenden Konzepte sollten trotz verschiedener Rahmen die Basis für zukünftige Definitionen von Identifikation bilden.