You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Piet Jacob van der Leeuw starb am 20. November 1985. Sein hohes Ansehen in der psychoanalytic Community und sein wissenschaftliches Werk zu würdigen, steht dem Jahrbuch der Psychoanalyse nicht an. Es gereicht aber seinen Herausgebern zur Ehre, Herrn van der Leeuw seit dem 1964 erschienenen dritten Band für den Beirat gewonnen zu haben, und es ist ihnen nunmehr eine traurige Pflicht, allen, die ihm nahestanden, zu kondolieren. Die Konsultierbarkeit Herrn van der Leeuws in schwierigsten technischen Supervisionsfragen, die Unbestechlichkeit seines Urteils und seine große Präsenz haben sich der Erinnerung zahlreicher Psychoanalytiker tief eingeprägt. Auf Veranstaltungen innerhalb der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung hat Herr van der Leeuw u. a. seine Arbeiten „Über die Entwicklung des Metapsychologiebegriffs“ und „Über die wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung des Briefwechsels zwischen Freud und Jung“ präsentiert. Der Schriftleitung des Jahrbuchs sei es erlaubt, zu seinem Gedächtnis einen Passus aus seiner „Presidential Address“ anläßlich des 25. Internationalen Psychoanalytischen Kongresses in Kopenhagen zu zitieren (Int. J. Psycho-Anal. 49, 161): „We must constantly keep in mind the fact that Freud's work was a gift to mankind. Nobody owns it. No one was given the right to safeguard it or is capable of doing so, and no one has been appointed his successor or his heir. As far as Freud's work is concerned, any view-point which even vaguely resembles an apostle-like mentality, emphasizing the Messianic approach, is inadequate. It is not a thing of the past, this attitude of being part of, of belonging to a certain sacrosanct group. It still exists today. We must be on our guard not to strengthen and retain these aspects which are so often prevalent in religious sects.”
F.-W. Eickhoff