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Wir unterscheiden gewöhnlich zwischen Realität und Phantasie so, als handele es sich um zwei verschiedene Welten: Realität - die alles umfaßt was „eben da“, außerhalb unserer psychischen Welt ist, und Phantasie, die alles das umfaßt, was innerhalb unserer psychischen Welt entsteht. Was gehört eigentlich zu jener Welt, die „eben da“ ist, und die das sich entwickelnde Kind in den Jahren vorfindet, in denen sich ihm allmählich seine Augen öffnen, um die Welt um sich herum wahrzunehmen und zu lernen, sich in ihrer Realität einzufinden, anzupassen und mit ihr umzugehen? Zu dieser äußeren Realitätswelt gehören alle gegenständlichen Objekte, mit denen das Kind umgehen muß, seine Eltern und alle signifikanten anderen, zu denen es in Beziehung treten muß, die Sprache, die es beherrschen muß, um fähig zu werden, mit den anderen zu kommunizieren, die Märchen, die von seiner Mutter und Großmutter erzählt werden, die Lieder, die es im Kindergarten lernt, die gemalten Bilder an der Wand, die Autos auf der Straße, die elektrischen Apparaturen in der Küche, die Helden im Fernsehen, die Musik, die es aus dem Radio hört, usw.
Jedes menschliche Wesen, wenn es nicht isoliert in der Wüste oder im Dschungel lebt, lebt in einer Realität, die zum größeren Teil eine von Menschen Gemachte ist, einschließlich all dessen, was Popper und Eccles (1977) die „dritte Welt“ genannt haben, das heißt, die Welt der Objekte und Instrumente sozialer Institutionen, der Moral und der Gesetze, der Überzeugungen und Überzeugungssysteme, der Mythen und