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Wenn wir, so schwierig das im Moment auch sein mag, die politische Situation und die Drohung der nuklearen Kriegführung nüchtern betrachten, dann beobachten wir ein Phänomen, das eher einem surrealistischen Schauspiel, einem unerträglichen Alptraum oder einer Psychose gleicht als einer geistig gesunden Welt. Die Hiroshima-Bombe tötete 140.000 Menschen auf einen Schlag und dabei sind weder die vielen Tausend mitgezählt, die an den Nachwirkungen starben, noch die gespenstischen Gestalten der Überlebenden, die J. R. Lifton in seinen Arbeiten so eindrücklich beschrieben hat. Heute ist es im Falle eines Weltkrieges wahrscheinlich, daß eine Menge, die 5.000 Hiroshima-Bomben entspricht, auf London fallen würde. Das nukleare Arsenal von Russland oder Amerika reicht aus, die Welt viele Male in die Luft zu jagen. Und dennoch fahren die Machthaber fort, nukleare Waffen aufzustokken und zu behaupten, daß sie für die Sicherheit notwendig seien. Die vorhersehbaren Auswirkungen dessen, was in vornehmer Umschreibung als nuklearer Schlagabtausch zwischen Russland und Amerika bekannt geworden ist, sind von Wissenschaftlern gründlich erforscht und dokumentiert worden. Medizinische Forschungen belegen, daß es kein sinnvolles Überleben mehr geben wird. Es gibt immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür, daß die Explosion auch nur eines Bruchteiles jenes Arsenals einen nuklearen Winter heraufbeschwören würde, der die ganze nördliche Halbkugel, wenn nicht gar die ganze Erde, überziehen würde. Diese Tatsachen werden der Öffentlichkeit ständig vor Augen