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Der 34. Kongreß der IPV wurde von Sonntag, dem 28. Juli bis Freitag, dem 2. August 1985 in Hamburg abgehalten. Obwohl jener Teil des Kongreßprogramms, der sich mit dem „Naziphänomen“ befaßte, weniger als 25% der eigentlichen Sitzung einnahm, beanspruchte die emotionale Auswirkung jenes Phänomens einen beträchtlichen Teil unserer Zeit in Hamburg. Auch wenn es mehr als ein Jahrzehnt lang erhebliche Kontroversen und zahlreiche Debatten innerhalb der IPV gegeben hatte, bevor der Entschluß gefaßt wurde, einen Kongreß in Deutschland zu veranstalten, waren so viele, die nach Hamburg kamen oder nach Deutschland „zurückkehrten“, noch immer von der Intensität ihrer Gefühle und der Schärfe ihrer Konflikte in den Monaten und Wochen vor den Versammlungen überrascht. Es ist sicherlich wahr, daß unter den gegenwärtigen Mitgliedern der IPV noch eine bedeutende Anzahl Juden sind, viele von ihnen Opfer des Holocaust, Emigranten aus Hitlers Europa und Verwandte von denjenigen, die durch die Nazis gelitten hatten oder umgekommen waren. Es stimmt aber keineswegs, daß sich das Unbehagen, die Ambivalenz und Angst, die mit dem psychoanalytischen Besuch in Deutschland verbunden waren, auf jene Personen beschränkten, die, direkt oder indirekt, Opfer des Nazi-Regimes waren.
Ich möchte anheimstellen, daß man ohne ein ernsthaftes Anerkennen dieser Gefühle und Bedenken die Intensität, die heftigen Reaktionen, das Gefühl des Betroffenseins, das Unbehagen, die den Kongreß und das wissenschaftliche Programm - vor allem in den ersten Tagen - so sehr beherrschten, weder beurteilen noch einschätzen kann. Sowohl in den formellen Diskussionen als auch in zwanglosen Gesprächen war der Satz, der immer wieder in allen Variationen während der ganzen Woche gehört wurde: „Es ist so bewegend“. So viele von denjenigen, die nach Deutschland gekommen waren, teilten ihre Bedenken - und ihre Neugierde - mit ihren Kollegen über Fragen wie „Was geschah wirklich?“ oder „Wie fühlten sie sich?“, oder „Wie ist die Lage je