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„Ich hänge mir Leib und Seele an unserer Wissenschaft und Forschung und ich liebe mein Vaterland“ (Carl Müller-Braunschwcig am 12.3.1939 an Ernest Jones) „So ist zu erwarten, daß die Wehrmacht und die Wirtschaft in gleicher Weise zunehmend bei der Erfüllung ihrer erzieherischen Aufgaben durch die tiefenpsychologische Forschung Unterstützung finden.“ (Harald Schultz-Hencke 1941)
Aus dem bisherigen Zustand der Geschichtslosigkeit waren die deutschen Psychoanalytiker brüsk erwacht, als 1977 in Jerusalem ihre internationalen Kollegen sich weigerten, die Einladung, den 31. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß 1981 in West-Berlin abzuhalten, anzunehmen. Diese Demütigung deckte die bis dahin stattgefundene Verleugnung der eigenen Geschichte schmerzvoll auf. Seitdem ist ein aufreibender Erinnerungs- und Durcharbeitungsprozeß im Gange, der nicht zur Ruhe kommen konnte, weil die Auseinandersetzung um die eigene Geschichte auch Angelpunkt wurde für ein entstehendes Krisenbewußtsein in bezug auf das eigene Fach und die eigenen wissenschaftlichen Organisationen. So wird erst jetzt deutlich, worauf Helmut Dahmer, ein an der Psychoanalyse und marxistischer Theorie interessierter Soziologe 1983 bereits bei Beginn der Auseinandersetzung hingewiesen hat. In seinem Artikel „Kapitulation vor der Weltanschauung …“ (Dahmer, 1979)