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Da es sich in der Psychose um die Zerstörung von Symbolvorgängen handelt, habe ich meine Methodik der „dynamischen Strukturierung“ so entwickelt, daß ich mit der Erarbeitung des Körperbildes, das heißt mit der Erarbeitung spezifischer Symbolfunktionen in diesen Zerstörungsprozeß eingreifen konnte.2 Mein Konzept des Körperbildes läßt sich in den Rahmen einer dialektischen Psychiatrie einordnen und zwar als diagnostische und therapeutische Grundlage. Der Leib wird zum Modell einer räumlichen Struktur, die mich in ihrem dialektischen Ansatz interessiert. Die Erkenntnis der Dialektik zwischen Teil und Ganzem hat es mir ermöglicht, den psychotischen Kranken in eine analytische Psychotherapie einzubeziehen.
In dieser Arbeit möchte ich zeigen, wie ich mit Hilfe sog. strukturierender Phantasmen Kraftfelder schaffen konnte, die diese Dialektik im Leibe erfassen. Als Beispiel habe ich das strukturierende Phantasma des „Menschen ohne Kopf“ gewählt, um zu zeigen, wie die in diesem Phantasma enthaltene Dynamik die Spaltung im Körperbild bei einer schizophrenen Kranken, in einer Beziehungspsychose und bei einer Borderline - Kranken heilen konnte. Den Abschluß bildet das Zerstörungs-Phantasma der „Vertauschten Köpfe“ nach der „Indischen Legende“ von Thomas Mann.