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Die Metamorphose der seelischen Entwicklung verlangt das ihr gemäße Milieu. Im günstigen Fall kann das beginnende Seelenleben den symbiotischen Lebensraum verlassen zugunsten des Raumes von Separation und Autonomie. Das setzt die Fähigkeit zur Trennung voraus. Mit der Lösung entstehen innere Bilder, Internalisierungen, die das außerhalb von uns Gewesene assimilieren, und damit das Seelische immer reicher gestalten. Die Metamorphose der Selbstentwicklung scheint ein schmerzlicher und gefährdeter Prozeß. Illusionen über den vorangegangenen Seelenzustand sind vonnöten. Das Kleinkind bedient sich des Übergangsobjekts, um seinen Verlustschmerz zu lindern.
Erst recht verursacht der reale Objektverlust, der Tod oder die Trennung von Familienangehörigen, eine prekäre Situation. „How is Mourning Possible?“ fragt M. Wolfenstein (1966) und dämpft zu hohe Erwartungen an die Fähigkeit des Kindes zur Trauer. Das infantile Ich pflegt sich zum Täter, zum Hauptschuldigen zu machen. Mit dieser Last will es jedoch nicht leben. Es entwickelt hohe Ideale, etwa andere Menschen zu retten, als Kapitän das Schiff und das ihm anvertraute Leben zu lenken und zu bewahren. Werden diese hohen Ideale erreicht, tut sich eine neue Gefahr auf. Das Ich kann seinen hohen Ansprüchen nicht