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Sie öffnen ihnen die Tür und geleiten sie in Ihr Arbeitszimmer, wo Sie ihnen den Sessel zeigen, auf dem sie sich niederlassen sollen. Sie führen sie in den Ihnen vertrauten Raum Ihrer täglichen Arbeitswelt; für die Patienten aber ist es die Wüste der Tartaren. Alles ist ihnen fremd, unerwartet, ja selbst feindlich.
Da sitzt er, oder sie, Ihnen gegenüber. Er oder sie können Ihnen nur ihre Geschichte erzählen, ihre Angst, ihr Leiden, ihre Ratlosigkeit, ihre Hoffnungen, ihre Erwartungen. Sie, der Analytiker, aber sind da, gepanzert mit Ihren Diplomen, Ihrer Erfahrung, Ihrem Wissen, Ihren Titeln: hinter Ihnen die Galerie Ihrer Ahnen, die prachtvollen Bücherborde. An den Wänden hängt, was Ihnen lieb ist: Stiche, Gemälde, Wandteppiche, Ihre Jagdtrophäen, Türkensäbel, Negermasken.
Sie sind der Analytiker mit Ihrer analytischen Technik, Ihrem analytischen Ohr.
„Ich höre Ihnen zu“, sagen Sie. An ihm oder ihr ist es zu beginnen. Dieses erste Gespräch hat etwas von einem Anstellungsinterview an sich. Sie werden ihn oder sie für ein „Stück Analyse“ engagieren, oder zurückverweisen an ihre lieben Studien, ihre Arbeiten, ihr Handwerk, ihre Familie, oder schlimmer noch, an einen Kollegen überweisen, der die Zeit und den Appetit zur Verfügung hat, die Ihnen fehlen und der ein Interesse empfindet, welches der Patient in Ihnen nicht wecken konnte.
Die Patienten werden ein, zwei, manchmal drei Gespräche haben, um Sie zu überzeugen, daß Sie sie wirklich nehmen wollen, daß Sie denken: die Sache lohnt sich, ihnen während vieler Jahre, Tag für Tag, Woche für Woche, zuzuhören, sie zu verstehen, sie zu ertragen, ihre Stimme, ihre Ausdrucksweise, ihren Wortschatz, ihre Wesensart, ihr Aussehen, ihre