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In den philosophischen Versuchen, sich über die Grundlagen des Denkens und Bewußtseins Klarheit zu verschaffen, hat die Annahme der Verknüpfung von Gedanken und Vorstellungen nach bestimmten Regeln seit jeher eine bedeutende Rolle gespielt (vgl. etwa Edwards 1967, S. 1ff, Ritter 1971, S. 547f, Mittelstraß 1980, S. 189 f). Ausgehend von Locke haben - hauptsächlich im England des 18. Jahrhunderts - eine Reihe von Philosophen versucht, diese Hypothese soweit zu entwickeln, daß sie möglichst umfassend die Phänomene des menschlichen Geisteslebens erfassen sollte. Von Forschern wie J. S. Mill und A. Bain wird dabei in England der Übergang von der Philosophie zur Psychologie als eigenständiger Einzelwissenschaft vorbereitet (vgl. Edwards 1967, S. 15 ff). In Deutschland ist diese Stufe der Entwicklung verknüpft mit Namen wie Wundt, Ebbinghaus, Münsterberg, Mach u.a. (vgl. Pongratz 1967, S. 57 ff, Wertheimer 1970, S. 73 ff und insbesondere Eisler 1910, S. 97-101). Auch die Medizin greift die Assoziation als eine Grundlage für den normalen und gestörten Ablauf der Leistungen des Nervensystems auf (vgl. Meynert 1884, S. 130 ff, Exner 1894, S. 224 ff, Wernicke 1906, S. 2 ff). Ausführlich stellt zuerst Hume die Prinzipien der Denktätigkeit in seiner Untersuchung über den menschlichen Verstand (1742) dar. Es heißt dort: „Soviel ich sehe, gibt es nur drei Prinzipien der Vorstellungsverknüpfung, nämlich Ähnlichkeit, Beziehung in Zeit oder Raum, und Ursache und Wirkung.“ (Hume 1742, S. 25)1 Da