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Im Anhang A seiner Goethestudie entwickelt K. R. Eissler die These, das Neue und das Wesentliche der neuen Lyriksprache des Sturm und Drang bestehe in der Aufhebung der Subjekt-Objekt-Grenze, in der Mobilisierung archaischer Sprachfunktionen und in der Auflösung des Selbst in die Objekte. Der Mechanismus des „Einströmen-Lassen des Ich in die Objekte“ sei ein „exquisit schizophrener Mechanismus“, der die Kohärenz des Selbst bedrohe und Angst und großes Leid nach sich ziehe.1
Es lohnt sich, bei dieser Diagnose zu verweilen. Denn die Lyriksprache des Sturm und Drang, und hier besonders die Goethes, markiert keine nebensächliche Zäsur. Mit dieser Lyriksprache beginnt eine neue Epoche in der Geschichte der Lyrik, der Literatur allgemein und auch in der Sprachgeschichte.2 Wie tiefgreifend und weitreichend diese Zäsur ist, läßt sich schon daraus ersehen, daß uns literarische und auch Gebrauchstexte davor als fremd und fern anmuten, wir aber diese Sprache als modern und geläufig, d.h. unserer unmittelbaren Vergangenheit zugehörig empfinden. Ließe sich Eisslers Befund auch auf andere als lyrische Texte ausdehnen und an repräsentativen Werken der Entwicklungsgeschichte des Bürgertums bestätigen, hätten wir es mit einer Erkenntnis