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„Hoffmann sah überall nur Gespenster, sie nickten ihm entgegen aus jeder chinesischen Teekanne und jeder Berliner Perücke; er war ein Zauberer, der die Menschen in Bestien verwandelte und diese sogar in königlich preußische Hofräte; er konnte die Toten aus den Gräbern hervorrufen, aber das Leben selbst stieß ihn von sich als einen trüben Spuk. Das fühlte er; er fühlte, daß er selbst Gespenst geworden, die ganze Natur war ihm ein mißgeschliffener Spiegel, worin er, tausendfältig verzerrt, nur seine eigne Totenlarve erblickte; und seine Werke sind nichts anders als ein entsetzlicher Angstschrei in zwanzig Bänden“ (H. Heine, 1835, S. 239/240).
Mit dieser Charakterisierung der Dichtung E. T. A. Hoffmanns von Heinrich Heine möchte ich deshalb beginnen, weil sie eine prägnante Interpretation enthält. Heine gehörte zu den wenigen deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts, die Hoffmann verehrten und liebten, während die deutsche Literaturkritik ihn eher geringschätzig oder verständnislos beurteilte. Das unheimliche und phantastische Element in seiner Dichtung wurde teils bewundert, teils wie eine ansteckende Krankheit gefürchtet. Goethe schrieb 1827 von den „krankhaften Werke(n) des leidenden Mannes“ (1974, S. 747) und zitierte den Satz Walter Scotts: „Wir