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Trotz einer stattlichen Bibliographia Freudiana Judaica löst unser Thema noch häufig Überraschung aus. Wie? Freud, der Atheist und Entlarver der Religion, die er eine Illusion ohne Zukunft nennt,1 der durch seine Traumdeutung unser Jahrhundert mit einer geistigen Revolution eingeleitet hat, die gleichsam die alten Tafeln zertrümmerte, soll etwas mit der jüdisch-religiösen Tradition zu tun haben? Er, der den radikalsten modernen
Gegner orthodoxer Religion, Josef Popper-Lynkeus bewunderte,2 bestäti