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Im Oktober 1931 sandte Sigmund Freud dem Bürgermeister der Stadt Freiberg (heute Pribor, CSSR) ein Dankschreiben, nachdem eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus feierlich enthüllt worden war. 75jährig versetzt er sich „in jene Frühzeit“ und schreibt: „Tief in mir überlagert, lebt noch immer fort das glückliche Freiberger Kind, der erstgeborene Sohn einer jugendlichen Mutter, der aus dieser Luft, aus diesem Boden die ersten unauslöschlichen Eindrücke empfangen hat.“ [20] Auf den Spuren von in Freuds Werken verstreuten Hinweisen auf seine Heimat ist es gelungen, aus dem dokumentarischen Material bisher unbekannte biographische Tatsachen zu rekonstruieren. Dem Hinweis auf Rožnau, „einem bescheidenen Kurort, schön im Grünen gelegen“ [17] nachgehend, stellte sich dann an Hand einer Kurliste von 1857 heraus, daß Sigmund Freud bereits im Alter von 13 Monaten mit seiner Mutter Amalia Freud Rožnau besucht hatte [28, 39].
In der Folge war es dann möglich, einen umfangreichen Bestand von Kurlisten aus Rožnau im Bezirksarchiv von Vsetin [1, 5, 7, 12, 28] zu finden. Wenn auch Lücken innerhalb der einzelnen Jahrgänge bestehen und einige Jahrgänge fehlen, läßt sich doch nachweisen, daß Freuds Mutter Amalia viele Jahre hindurch fast alljährlich den Sommer in Rožnau verbracht hat, wobei sie von einem oder mehreren Kindern begleitet wurde.
In diesem Zusammenhang habe ich versucht, auch andere Mitglieder der Familie Freud, sowie aus der Freud-Biographik bekannte Namen zu