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dem Andenken Shmuel Nagler,
meinem Lehrer und Freund
gewidmet
„Es ist ein Paradox freudianischer Psychoanalyse, daß, während sie ständig gegen Illusionen ankämpft, sie sie andererseits irgendwie aktiviert.“
(Chasseguet-Smirgel und Grunberger, 1986, S. 14)
Die Phantasie einer idealen Gesellschaft und eines idealen Menschen geht weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Jede Theorie, die irgendwelche Ursprünge menschlichen Leidens aufdeckt, führt uns in Versuchung, zu überlegen, ob sie nicht als Sprungbrett für die Eliminierung dieses Leidens nützlich wäre. Marx sah sich selbst zwar als Feind des Utopismus, doch scheinen utopische Elemente in der marxistischen Theorie auf, wie Ernst Bloch und andere nachweisen konnten (Hudson 1982; Lukes 1984).
Die Psychoanalyse ist keine Ausnahme von dieser Regel. Freud selbst dürfte nicht ganz immun dagegen gewesen sein,1 wenn man zum Beispiel seine Voraussage bezüglich des Einflusses der Psychoanalyse für die