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Dieser Aufsatz ist eine überarbeitete Fassung eines Vortrages.1 Anspruch und Gegenstand sind weder eine vollständige Kreativitätstheorie noch eine umfassende wissenschaftliche Methodologie psychoanalytischer Literaturforschung. Die komplexe Wechselbeziehung von Psychoanalyse und Literatur ist ein Thema für sich. Auch eine gründliche Zusammenstellung der Fülle vorhandener Arbeiten auf diesem Gebiet wäre eine interessante, jedoch andere Aufgabe. Gegenstand dieser Arbeit ist das Verhältnis zwischen Leser und Text.
Anlaß zur Überarbeitung gab eine kontroverse Diskussion einiger Thesen und Hypothesen. Die in ihr enthaltenen Rückmeldungen, auch die kritischen, waren wertvolle Anregungen.
Seit den Anfängen der Psychoanalyse gehören Kunst und Literatur zu ihren Gegenständen. Außer Freud (z. B. 1908) haben sich auch Jones (1910), Rank (,1914), Reik und Sachs früh damit befaßt - um nur wenige aus der ersten Analytiker-Generation zu nennen.