You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In memoriam Edmund Silberner (Jerusalem)
„Der Gedanke, daß die Philosophie ins Leben eingreifen müsse, breite sich mit Schnelligkeit aus; die jüngeren Philosophen würden sich nicht mehr damit begnügen, die Wirklichkeit zu begreifen, sondern hätten schon den Mut und den Willen, den Begriff zu verwirklichen. Aber der wirkliche Zusammenhang der geistigen und sozialen Freiheit sei ihnen noch nicht ganz klar… Um frei zu werden, müsse der Mensch die äußere Naturbestimmtheit in innere Selbstbestimmungen des Ich verwandeln“ (125 ff).
„Vernunft sei zwar, nach Hegel, in der Geschichte, es sei jedoch nur unbewußte“ (73). (E. Silberner: Moses Hess - Geschichte seines Lebens)
Die 1987 erstmals gedruckte Habilitationsschrift des Gießener Philosophen O. Marquard hieß seinerzeit „Über die Depotenzierung der Transzendentalphilosophie - einige philosophische Motive eines neueren Psychologismus“. Nur der Titel wurde nach und von einem Vierteljahrhundert verändert. Dem Autor fehlte die Zeit, auch nur anzudeuten, was in einem „ganz neuen Buch hätte geschrieben werden müssen“ (XII). Das wäre befremdlich, wenn Marquard nicht doch deutlich erkennen ließe, worin er, der bekennende Skeptiker, die geschichtliche Wahrheitschance