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„Wirklichkeit ist das Unmittelbare, das Unvermittelbare“.
Die psychoanalytische Arbeit verläuft in einem unvergleichbaren spezifischen Beziehungsprozeß. Die Grundlage für das Zustandekommen eines Arbeitsbündnisses bilden gegenseitige Sympathien und geistige Interessen asymmetrischer Art. Die für den Patienten notwendige Arbeitsbedingung ist der Wunsch nach Hilfe und das Vertrauen, solche zu erhalten, die des Analytikers helfenwollender Erkenntnisdrang im Rahmen der analytischen Grundhaltung. Die beiderseitige Arbeitshaltung wird getragen von Aufrichtigkeit und Offenheit, das gemeinsame Ziel ist die Suche nach Wahrheit. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, in einer ebensogut realen wie phantasmatischen Interaktion Unbekanntes gemeinsam zu erforschen. Medien der Verständigung sind die Sprache, die unbewußte Ebene der Übertragungen und Gegenübertragungen sowie die noch tiefer liegende Ebene elementarer Körpervorgänge, d.h. „der ursprüngliche, archaische Weg der Verständigung unter Einzelwesen“ wie Freud vermutete (1933, S. 59).
Die Ansprache geheimster Bedürfnisse und Wünsche des Trieblebens und des Narzißmus führt und verführt zu einer Atmosphäre größter Intimität, in der sowohl Intentionen nach Nähe, Berührung, Körperlichkeit, Vereinigung auftreten können als auch aggressive Abwehrreak