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Als „grandios“ bezeichnen wir Gegenstände oder Eindrücke, die sich von unserem Alltagsleben abheben und uns das Gefühl vermitteln, daß hier menschliches Maß gesprengt wird. Grandios in diesem Sinne sind Berggipfel und Meereswogen oder deren Abbildungen, wie sie eine Zeitlang in bürgerlichen Wohnzimmern zu finden waren - bis man sie kaum mehr als die Einsprengsel und Fremdkörper empfand, die sie eigentlich waren. Vielleicht hatten diese stereotypen Bilder die Funktion, über das Beunruhigende, fast Unheimliche hinwegzutäuschen, das der Qualität des Grandiosen innewohnt. Hierüber ist mehr von Schriftstellern und Künstlern zu erfahren, die sich über diese Eigenschaften niemals täuschten und sich in ihrem Werk bewußt mit den gefährlichen Aspekten des Grandiosen auseinandersetzten. Die im Grandiosen enthaltene Gefahr wurde von dem Dichter T. S. Eliot auf den Begriff der Gegenstandslosigkeit gebracht; eine Gefühlssteigerung, die gegenstandslos ist oder über ihren Gegenstand hinausreicht, ist Eliot zufolge ein „Stoff für pathologische Forschung“ (Eliot, , S. 37). Die gelockerte oder aufgehobene Bindung an das Objekt oder das Objektive wird hier als wichtiges Kriterium gesehen, das - im Bereich der Kunst zumindest - eine Unterscheidung von pathologisch und nicht-pathologisch erlaubt. In ähnlicher Form wie Eliot sprach schon Goethe im Vierten Teil von „Dichtung und Wahrheit“ von einem dämonischen Wesen, das alle menschlichen Wertvorstellungen verändern und durcheinanderwerfen könne - „nur im Unmöglichen schien es sich zu gefallen und das Mögliche mit Verachtung von sich zu stoßen“. Und so, wie Eliot zu seiner Forderung einer „gegenständlichen Entsprechung“ kommt - einer Objektvorstellung oder Kette von ObjektVorstellungen,