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Freud betonte stets, daß die Psychoanalyse den „exakten Wissenschaften“ und nicht der Philosophie zuzurechnen sei.
Einer seiner Haupteinwände gegen die Philosophie richtet sich gegen deren „Fabrikation von Weltanschauungen“ (Freud 1926, S. 123). Sie gebärde sich zwar wie eine Wissenschaft und arbeite zum Teil mit den gleichen Methoden. Letztlich entferne sie sich aber von ihr, indem sie an der Illusion festhält, „ein lückenloses und zusammenhängendes Weltbild liefern zu können, das doch bei jedem neuen Fortschritt unseres Wissens zusammenbrechen muß“ (1932a, S. 173).
Methodologisch hält Freud der Philosophie entgegen, „daß sie den Erkenntniswert unserer logischen Operation überschätzt und etwa noch andere Wissensquellen wie die Intuition anerkennt“ (1932a, S. 173). Dieser Einwand dürfte sich sowohl gegen die idealistische Philosophie mit ihrem hohen Maß an abstrakt-diskursivem Denken als auch gegen die romantische Naturphilosophie mit ihrem spekulativen, oft nur auf Intuition und Divination gestützten Denken wenden.2
Statt eines philosophischen nimmt Freud konsequent den Standpunkt