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„Die Übersetzungen von Freuds Werken in die englische Sprache weisen in wichtiger Hinsicht schwerwiegende Fehler auf und haben infolgedessen (vor allem in Amerika) zu irrtümlichen Folgerungen nicht nur über Freud, den Menschen, sondern auch über die Psychoanalyse geführt.“ (Übersetzung Bettelheims aus dem Englischen durch den Autor).
Dies ist der einleitende Satz zum Vorwort und die dann auch weiterhin ernsthaft verfochtene These in dem Buch, in dem Bettelheim die Übersetzer zur Rechenschaft zieht und ihre Übersetzungen in vorwurfsvoller Weise kritisiert. Er erklärt weiter: „Anstatt uns mit einem tiefen Gefühl für das, was am menschlichsten in uns allen ist, zu erfüllen, versuchen die Übersetzungen den Leser zu verlocken(!) ‚dem Menschen und seinen Handlungen gegenüber eine wissenschaftliche’ Haltung und ein wissenschaftliches' Verständnis des Unbewußten und der Art und Weise, wie es einen großen Teil unseres Verhaltens bedingt, zu entwickeln.“
Weiterhin berichtet Bettelheim, daß er in seiner Lehrtätigkeit die Erfahrung gemacht habe, daß seine Schüler dadurch, daß sie Freud in englischer Übersetzung gelesen hatten, sich zwar ein beträchtliches theoretisches Verständnis von unbewußten Prozessen angeeignet hatten, aber, „…daß sie andere Leute durch die Brille von Abstraktionen sahen und ihren Blick nie nach innen zur Seele oder auf ihr eigenes Unbewußtes hin wendeten “ Selbst seine Analysanden empfanden nach seiner Ansicht die Psychoanalyse „…als ein rein intellektuelles System - ein geistreiches, aufregendes Spiel - nicht eigentlich als die Aneignung von Einsicht in das eigene Selbst und ihr eigenes Verhalten…“. Bettelheim erklärt, daß die