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Ein Analysand beklagt sich darüber, daß er für nicht wahrgenommene Stunden dennoch das Honorar entrichten müsse. Wenn sein Analytiker aber einmal eine Stunde absage, brauche der nicht zu zahlen. Das fände er nicht gerecht. Bei dieser Äußerung handelt es sich offensichtlich um eine phantasierte Symmetrie in der Beziehung zwischen Analytiker und Analysand, die den realen Gegebenheiten des Settings nicht entspricht. Und auf den ersten Blick springen denn auch eher die Asymmetrien im Verhältnis eines Therapeuten zu seinem Patienten ins Auge. Ändert sich das, wenn man genauer hinschaut?
Das Ziel der Psychoanalyse ist eine Veränderung bzw. Entwicklung des Patienten, bei der ihm der Analytiker mit seiner psychoanalytischen Methode und Behandlung hilft. Sandler (1983, S. 423) drückt dies folgendermaßen aus: „Der Analytiker will dem Patienten dabei helfen, seine von infantilen Wünschen bestimmten Selbstanteile, die unangenehme Konflikte verursacht haben und im Laufe der Entwicklung bedrohlich geworden sind, schließlich zu akzeptieren.”
Ein intrapsychischer Prozeß, die Entwicklung des Patienten, wird also durch das Medium eines interpersonalen Vorgangs, der Interaktion zwischen Analytiker und Analysand, ermöglicht. Diese Interaktion stellt das tägliche Brot eines jeden Psychoanalytikers dar und ist natürlich vielfältig untersucht worden. Wesentliche Begriffe der psychoanalytischen Praxis beziehen sich darauf, u.a. Übertragung, Gegenübertragung, Arbeitsbündnis, projektive Identifizierung. Diesen Begriffen wohnt meist eine gewisse Asymmetrie inne, zumal in ihrer praktischen Anwendung. Zwar kann sowohl der Patient auf seinen Analytiker als auch der Analytiker auf