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Es gibt keine Wahrnehmung ohne Objekt oder ein anderes Subjekt. Nur aufgrund von Abstraktionsversuchen stellt sich uns die Frage, was dem Analytiker zwischen Zuhören und Deutung durch den Sinn geht. Der innere Prozeß des Analytikers, der ihn zur Deutung führt, gehört von Anfang an zu einer intersubjektiven Situation, wie strukturell asymmetrisch sie auch sein mag.
So richtet sich analytisches Zuhören letztendlich von vornherein auf eine Deutung, deren Inhalt zum Zeitpunkt des Zuhörens zwar noch nicht bekannt ist, jedoch allmählich Form annimmt, bis zu dem Augenblick, an dem die Deutung für den Analysanden zu formulieren ist. Während die Intersubjektivität des analytischen Dialogs einen wesentlichen Aspekt des Prozesses beschreibt, mit dem wir uns befassen (was geht im Analytiker vor), verbirgt - und enthüllt - sie gelegentlich einen weiteren Typus intersubjektiver Struktur, so wie das Unsichtbare und Unhörbare vom Sichtbaren und Hörbaren überlagert wird. Diese zweite Struktur, zuweilen als ‚intersubjektives Feld’ bezeichnet, liegt als etwas Ungesagtes oder Unsagbares sowohl dem vom Analysanden eingebrachten Material als auch den Formulierungen des Analytikers zugrunde; bei letzterem bestimmt sie sowohl den Inhalt der Deutung als auch das Gefühl bzw. die Überzeugung, daß die Deutung formuliert werden muß.
Eine psychoanalytische Deutung ergibt sich nicht wie ‚wilde’ Interpretationen es tun, mit denen man im Alltag ‚herumspielen’ mag, aus Zufall