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Die Psychoanalyse ist nun ihrer ersten unangefochtenen Prämisse, Teil der Naturwissenschaften zu sein, entwachsen. Mit dieser Voraussetzung war die logische Folgerung einhergegangen, daß ihre Theorien genau auf dieselbe Art und Weise funktionieren müßten wie die von Physik und Chemie mit ihren Versuchen, die quantifizierbaren Eigenschaften physikalischer Objekte und deren Beziehungen zu verdeutlichen und voneinander abzugrenzen. Zu jener Zeit gebrauchte man zweifelsohne positivistische Denkschemata. Heute neigen Analytiker ideologisch nicht mehr zu reduktionistischen Lösungen. Die meisten freuen sich über das kreative Chaos, innerhalb dessen die naturwissenschaftlichen Theoretiker ihren Gedankenhorizont erweitern. Seit wir uns zu den Geistes- und angewandten Wissenschaften zählen, sehen wir uns jedoch unmittelbar mit einer bisher vernachlässigten Aufgabe konfrontiert, und zwar mit der Überlegung, Beobachtung und Untersuchung, wie unsere Theorien, Theorien interpersoneller und intersubjektiver Objekte und ihrer Beziehungen, mit einer eigenen Terminologie überhaupt funktionieren können. Das einzige, dessen wir uns sicher sein können, ist das Paradoxe: Obwohl wir nicht weniger Grund zu der Annahme haben als die Naturwissenschaftler, daß uns überwältigende Komplexität nicht erspart bleibt, sind Theorien doch nur Theorien - wofür sie stehen, ist stets einfach. Sie versuchen uns realistisch Eigenschaften natürlicher Objekte und Beziehungen physischer und/oder psychischer Art zu vermitteln, und Sachverhalte zu erklären und einzugrenzen, die sonst nicht verfügbar oder kommunizierbar wären.
Mrs Brown beginnt die Dienstagmorgen-Sitzung, die erste Sitzung ihrer analytischen Woche, indem sie von ihrem Streit erzählt, den sie am