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Wir haben an den Gestaden des Unbekannten eine sonderbare Fußspur entdeckt. Wir haben tiefgründige Theorien, eine nach der andern, ersonnen, um ihren Ursprung aufzuklären. Schließlich ist es uns gelungen, das Wesen zu rekonstruieren, von dem die Fußspur herrührt. Und siehe! Es ist unsere eigene.
In der Psychoanalyse ist die Rekonstruktion ein eigentümlich ungeklärtes Thema. Sie ist historisch äusserst wichtig (z. B. Blum 1986). Die Probleme, die sie als Konzept und als Technik aufwirft und die Kontroversen, die sie begleiten, machen ihre Stellung in der heutigen Psychoanalyse unbestimmt. In den letzten zwanzig Jahren hat eine Anzahl von vor allem amerikanischen Analytikern Lösungen dieser Probleme gesucht, jedoch ohne befriedigenden Erfolg.